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Donnerstag, MĂ€rz 23, 2023

Mecerdes Benz SL seit 70 Jahren ein Traumwagen

Sonderausstellung „Faszination Mercedes-Benz SL – seit 70 Jahren ein Traumwagen“

Neun SL-Sportwagen auf einer Serpentinenschleife, darunter der Ă€lteste existierende SL, sowie zahlreiche weitere Exponate und Elemente: Damit empfĂ€ngt die neue Sonderausstellung „Faszination SL â€“ seit 70 Jahren ein Traumwagen“ des Mercedes-Benz Museums die Besucher. Sie öffnet am 22. Oktober 2021 und lĂ€uft voraussichtlich bis 15. Mai 2022.

Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen. Foto vom Start einer Etappe der III. Carrera Panamericana in Mexico, 19. bis 23. November 1952. Das Foto zeigt das spÀtere Siegerteam Karl Kling/Hans Klenk.

Im MĂ€rz 1952 und damit vor fast 70 Jahren stellt Mercedes-Benz den 300 SL vor. Der reinrassige Rennsportwagen holt im gleichen Jahr in fĂŒnf Rennen vier Siege. Rufe nach einer Serienversion werden laut. Mercedes-Benz reagiert und prĂ€sentiert 1954 das 300 SL CoupĂ© sowie den komfortablen Roadster 190 SL. Seitdem gibt es eine ununterbrochene Tradition von Serienfahrzeugen mit den berĂŒhmten zwei Buchstaben: Das „S“ steht fĂŒr „Super“ und das „L“ fĂŒr „Leicht“. Auch in Zukunft schreibt Mercedes-Benz die Erfolgsgeschichte des SL weiter.

Die komplette Geschichte
Die Sonderausstellung des Mercedes-Benz Museums erzĂ€hlt die komplette Geschichte der SL-Sportwagen. FĂŒr die InitialzĂŒndung im Jahr 1952 steht der 300 SL Rennsportwagen mit der Chassisnummer 2: Er ist der Ă€lteste existierende SL und ununterbrochen in Werksbesitz. Der erste Serien-SL ist dann das 300 SL CoupĂ© ab 1954.

Vor fast 70 Jahren stellt Mercedes-Benz den 300 SL vor. Der reinrassige Rennsportwagen holt im gleichen Jahr in fĂŒnf Rennen vier Siege.
Mercedes-Benz 190 SL (W 121). Produktionszeit der Baureihe von 1955 bis 1963. Werbefoto aus den 1950er-Jahren auf der Nordseeinsel Sylt in der Morgensonne.

Dieser berĂŒhmte „FlĂŒgeltĂŒrer“ und alle weiteren SL-Baureihen bis heute sind in der Sonderausstellung zu sehen. Eine Vitrine prĂ€sentiert die SL-Technikinnovationen seit 1952. Nicht nur die Serpentinenschleife sorgt fĂŒr Reiseflair, sondern zusĂ€tzlich auch eine bunte Wandgestaltung mit Urlaubspostkarten aus aller Welt mit dem Mercedes-Benz SL.

Die Fahrzeuge der Sonderausstellung „Faszination Mercedes-Benz SL â€“ seit 70 Jahren ein Traumwagen“

300 SL Rennsportwagen (W 194), Fahrgestellnummer 2, 1952

Auf Anhieb erfolgreich: Mit dem 300 SL Rennsportwagen (W 194) tritt Mercedes-Benz nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals wieder im internationalen Rennsport an. Die Bilanz: Dreifachsieg in Bern, Doppelsiege in Le Mans und bei der Carrera Panamericana in Mexiko, Vierfachsieg auf dem NĂŒrburgring. Das ausgestellte Fahrzeug mit der Fahrgestellnummer 194 010 00002/52 ist der Ă€lteste weltweit existierende SL â€“ seit 1952 im Werksbesitz.

SL der Baureihe W 113 „Pagode“. Produktionszeit der Baureihe von 1963 bis 1971.

300 SL CoupĂ© (W 198), 1955

Traumsportwagen bis heute: Design und Technik machen den im Februar 1954 in New York prĂ€sentierten 300 SL so faszinierend. „FlĂŒgeltĂŒrer“, „Gullwing“ (Möwenschwinge) oder „Papillon“ (Schmetterling) wird er genannt. Die am Dach angeschlagenen TĂŒren sind aber kein Ă€sthetischer Selbstzweck, sondern technisch notwendig. Denn der Gitterrohrrahmen baut seitlich so hoch, dass sich ĂŒbliche TĂŒrkonstruktionen nicht verwirklichen lassen.

190 SL (W 121), 1959

Komfortables, sportliches Offenfahren: Das sind Kernmerkmale des Mercedes-Benz SL seit dem 190 SL. Er wird 1954 zusammen mit dem 300 SL CoupĂ© in New York vorgestellt und ergĂ€nzt seit der MarkteinfĂŒhrung 1955 als offener Roadster perfekt das Modellportfolio. Beide Fahrzeuge und auch der 300 SL Roadster gehen zurĂŒck auf die Initiative des US-Importeurs Maximilian E. Hoffman. Insgesamt werden 25.881 Exemplare des 190 SL gebaut.

350 SL (R 107). Produktionszeit der Baureihe von 1971 bis 1989.

300 SL Roadster (W 198), 1961

Rennsportgene und Glamour eines offenen Sportwagens: Der Mercedes-Benz 300 SL Roadster verbindet beides perfekt. Er wird im MĂ€rz 1957 in Genf als Nachfolger des CoupĂ©s prĂ€sentiert. Er hat ein weiterentwickeltes Fahrwerk, spĂ€ter erhĂ€lt er Scheibenbremsen und einen Motorblock aus Aluminiumguss. Mit dem von der Serienversion abgeleiteten 300 SLS wird Paul O’Shea 1957 US-Sportwagenmeister in der Kategorie D.

230 SL (W 113), 1965

Die „Pagode“: Auf dem Auto-Salon Genf 1963 prĂ€sentiert Mercedes-Benz den 230 SL der Baureihe W 113. Er ist als komfortabler zweisitziger Reisewagen mit hohen Fahrleistungen konzipiert und ersetzt gleichzeitig den 190 SL (W 121) und den 300 SL Roadster (W 198). Die Form des optionalen Hardtops erinnert an asiatische Tempelbauten und bringt ihm den Spitznamen „Pagode“ ein. Er ist der weltweit erste offene Personenwagen mit Sicherheitskarosserie.

SL der Baureihe R 129. Produktionszeit der Baureihe von 1989 bis 2001.

500 SL (R 107), 1982

Eleganz und SoliditĂ€t: Das strahlen die SL der Baureihe R 107 aus. Sie hat vor 50 Jahren im FrĂŒhjahr 1971 Premiere. Erstmals in der Geschichte des SL arbeiten unter der Motorhaube auch Achtzylindermotoren. Mit mehr als 18 Jahren Produktionszeit stellt die Baureihe R 107 einen markeninternen Rekord auf, der kaum mehr zu ĂŒberbieten sein dĂŒrfte. Entsprechend gibt es ĂŒber die Laufzeit eine sehr breite Palette von Motorvarianten.

Mercedes-Benz SL 500 „SL Edition“ (R 129), 2000

InnovationstrĂ€ger: Mercedes-Benz prĂ€sentiert den SL der Baureihe R 129 auf dem Auto-Salon Genf 1989. Die stilsichere Gestaltung mit ihrer Ă€ußerst harmonischen Gesamtwirkung gilt als eines der BravourstĂŒcke des Designbereichs unter der damaligen Leitung von Bruno Sacco. Neue MaßstĂ€be setzt dieser SL auch bei der Sicherheit: Wichtige Bestandteile sind der automatische ÜberrollbĂŒgel sowie die kraftaufnehmenden Integralsitze. Das ausgestellte Fahrzeug ist eine „SL Edition“ aus dem Jahr 2000.

SL 500 (R 230). Produktionszeit der Baureihe von 2001 bis 2012. Genrefoto aus dem Jahr 2001.

Mercedes-Benz SL 500 (R 230), 2001

2001 hat die SL-Generation R 230 Premiere. Ihre auffĂ€lligste Neuerung ist das Variodach, ein Faltverdeck aus festem Stahlblech: Innerhalb von nur 16 Sekunden wird aus dem Fahrzeug ein Roadster â€“ und umgekehrt ein CoupĂ©. Das Design vereint Tradition und Zukunft, etwa ĂŒber die Luftöffnungen in den vorderen KotflĂŒgeln und die schmalen, flĂŒgelĂ€hnlichen Profile daran. Sie sind eine Reminiszenz an den legendĂ€ren 300 SL der Baureihe W 198.

SL 500 „Mille Miglia 417“ (R 231), 2015

Im Januar 2012 prĂ€sentiert Mercedes-Benz zum 60. Geburtstag des SL die Baureihe R 231. Ein Schwerpunkt der Neukonstruktion liegt auf der Gewichtsreduzierung des Sportwagens. Er hat eine Rohkarosserie aus Aluminium, der Kofferraumdeckel besteht aus Stahl und Kunststoff, im Dachsystem werden Magnesium und ebenfalls Kunststoff verwendet. Zahlreiche Systeme fĂŒr aktive Sicherheit und Komfort sind Serie oder auf Wunsch erhĂ€ltlich.

Das Mercedes-Benz Museum ist tĂ€glich von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

Foto/Quelle: DAIMLER AG

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